Wenn das erste Kind kommt: Was ist eigentlich noch gesund?
Während einer Schwangerschaft, achtet eine verantwortungsvolle Mutter besonders auf eine gesunde Ernährung. Denn schließlich isst das Kind ja mit. Dann achtet sie wahrscheinlich beim Einkaufen auch eher auf die „Ohne Gentechnik“-Siegel, kauft viel mehr Bio-Produkte und immer öfter Frischmilch statt H-Milch. Doch hundertprozentig sicher kann man nie sein, dass ein Lebensmittel völlig frei von Gentechnik ist. Denn EU-Richtlinien zur Kennzeichnung von Lebensmitteln hinsichtlich ihrer Gen-Geschichte sind relativ dehnbar und haben sich auch noch nicht in allen Bereichen herumgesprochen. So müssen z. B. Eier von Hühnern, die mit gentechnisch behandelten Futtermitteln gefüttert wurden, nicht gekennzeichnet werden oder wenn der Anteil von mit gentechnisch behandelten Inhaltsstoffen nicht größer als 0,9 % ist. Als Verbraucher ist es deshalb fast unmöglich, sich hundertprozentig frei von Gentechnik zu ernähren.
Auch liegen noch nicht genügend Erkenntnisse darüber vor, inwieweit gentechnisch behandelte oder mit gentechnisch behandelten Mitteln hergestellte Erzeugnisse eine Schwangerschaft gefährden können. Ebenso dürftig geben darüber gewisse Nahrungsergänzungsmittel wie Creatin oder Energiepulver aus der Fitnessbranche darüber Auskunft. Doch da man während einer Schwangerschaft wohl nur noch in leichtem Maße Sport treibt, kann man darauf sowieso verzichten.
Noch gefährlicher sind sogenannte Weichmacher, die sich in vielen Kunststoffen befinden. Dazu gehören nicht nur Spielsachen aus Kunststoff, selbst in Schnullern und Beißringen wurde schon eine unzulässige Menge an chemischen Weichmachern nachgewiesen. Auch in zahlreichen Schaumstoffarten werden sie eingesetzt, weshalb man für die Kinderbettmatratzen besser etwas mehr ausgibt und sich für eine natürliche Varianten wie z. B. Naturlatex entscheidet. Es bringt jedoch nicht viel, erst mit einer Schwangerschaft über mögliche schädliche Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln, Tischdecken oder Möbeln nachzudenken, denn die meisten solcher Schadstoffe haben eine Langzeitwirkung. Das heißt, dass erst durch den ständigen Verzehr oder die ständige Nutzung solcher Produkte eventuell Krankheiten oder Allergien auftreten können.

